Floorball Festival Berlin 2010

hopea ei ole häpeä! Finale verloren, Silber gewonnen! Die BERLIN BROILERS belegen den zweiten Platz beim international besetzten FFB 2010, welches am 28. und 29.08.2010 in Berlin-Buch stattfand.

Foto: Robert Böckmann

So oft standen die BERLIN BROILERS in ihrer Vereinsgeschichte noch nicht in einem Finale. Am vergangenen Sonntag war es jedoch soweit. 

In den frühen Morgenstunden des 28. Augusts machten sich 7 wackere Broilers auf in den Norden Berlins, um beim "Floorball Festival Berlin" den Pokal in den Süden der Stadt zu entführen.

 

Berlin Broilers- UHC Berlin 3:4

Im ersten Spiel des Tages trafen die mit zwei Blöcken antretenden Broilers mit dem UHC Berlin gleich auf den Organisator des Turniers. Dieses Spiel war auch die Feuertaufe für den neuen Broilers-Torhüter Max.

Leider schafften es die Broilers nicht seine Feuertaufe siegreich zu gestalten. In einem ausgeglichenen Spiel mussten sie am Ende die Waffen strecken. Zu oft hatten sie im Abschluss gesündigt, um das Spiel siegreich gestalten zu können.

Foto: Robert  Böckmann

Berlin Broilers – Pommerhoc Greifswald 4:1

Im zweiten Spiel trafen die Broilers auf die Mannschaft aus Greifswald. In der Meisterschaft endete die Begegnung unentschieden und das Klassierungsspiel gegen dieselbe Mannschaft konnte leider nicht stattfinden, so dass die Broilers kampflos den 5. Schlussrang belegten. In diesem Spiel wollten die Broilers deshalb auch beweisen, dass sie diesen Schlussrang verdientermaßen belegten. Ausserdem sollte der Fauxpas aus dem Startspiel korrigiert werden.

Das Spiel erwies sich als erwartet ausgeglichen, allerdings führten die Broilers die technisch etwas feinere Klinge und zeigten die etwas grössere Laufbereitschaft auf. Ausserdem hatten die Broilers in der Zwischenzeit zu ihrer alten Treffsicherheit zurückgefunden und die Verteidigung wusste sich im Vergleich zum ersten Spiel zu steigern, so dass am Schluss die Orangenen mit 4:1 besiegt werden konnten.

 

Berlin Broilers – TSV Rangsdorf 9:0

Als nächster Gegner wartete der TSV Rangsdorf auf die Broilers. Dass die Rangsdorfer nicht nur zum Spaß nach Berlin gekommen waren, hatten ihre nur knappen Niederlagen gegen den UHC Berlin und gegen die SG Berlin gezeigt. Es galt deshalb den Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen und so konzentriert wie im vorherigen Spiel aufzutreten.

Leider vermochten die Rangsdorfer, die mit vielen Junioren angetreten waren, nicht an ihre Leistungen in den vorhergehenden Spielen anzuknüpfen, so dass die Broilers das Spiel ohne größere Sorgen ins Trockene bringen konnten. Mit diesem Sieg gelang Max auch gleich sein erster Shutout in seiner noch jungen Broilers-Karriere.

 

Berlin Broilers – SG Berlin 5:1

Das letzte Spiel des Tages war auch gleich das schlechteste Spiel des Turniers für die Broilers. Die Konzentration, die Laufbereitschaft und die Spielfreude waren auf dem Nullpunkt. Die SG hatte den Broilers allerdings weder technisch noch physisch viel entgegenzuhalten, so dass den Broilers 5 oder 6 Tempoverschärfungen reichten um 4 Tore zu schiessen und davonzuziehen. Das restliche Spiel plätscherte ein bißchen vor sich hin, ohne dass die SG groß zu Chancen kam, und glich eher einem lockeren Auslaufen, denn einer Unihockey Partie. Ein individueller Einzelfehler eines Verteidigers führte dann aber dazu, daß der SG doch noch der Ehrentreffer gelang und dem Broilers-Torhüter somit der Shutout ruiniert wurde. Den letzten Akzent setzten dann aber mit dem 5.Tor doch wieder die Broilers.

Foto: Robert Böckmann

Berlin Broilers – UKS Arkady Debno 3:4

Das erste Spiel des zweiten Spieltages war für die Broilers auch gleich das letzte Qualifikationsspiel. Vielleicht lag es daran, dass ihnen die ersten Spiele nicht liegen, vielleicht aber auch daran, dass man sich in der Gewissheit wägte bereits für das Halbfinale qualifiziert zu sein, aber es gelang, den personell leicht verändert auftretenden Broilers, nicht die Leistungen des Vortages abzurufen. Nicht dass sie ein schlechtes Spiel zeigten, aber sie waren gegen die stellenweise überhart und unfair auftretende Mannschaft nicht in der Lage körperlich dagegen zu halten und das Spiel erfolgreich zu gestalten. Am Ende ging das Spiel mit 3:4 verloren. Den Broilers blieb nur die Einsicht, dass man im Halbfinale gegen dieselbe Mannschaft wieder die am Vortag erbrachte Leistung erbringen musste, wollte man für dieses Spiel Revanche nehmen und den Finaleinzug schaffen.

Halbfinale 2: Berlin Broilers – UKS Arkady Debno 4:1

Die Vorfreude auf das Halbfinale hielt sich bei den Berlinern in Grenzen. Das unfaire und aggressive Auftreten der polnischen Mannschaft im letzten Spiel hatte dafür gesorgt, dass die Broilers lieber gegen jede andere Mannschaft der Welt angetreten wäre als diese.

Da dies leider nicht möglich war, hatten sich die Gelben wenigstens vorgenommen für die Niederlage im vorherigen Spiel Vergeltung zu üben. Die Broilers hielten den Polen physisch dagegen, führten die sehr viel feinere Klinge, liessen sich nicht provozieren und zeigten wieder die Laufbereitschaft vom Vortag. So zogen sie im Laufe des Spiels auf 4:0 davon. Die Mannschaft aus Polen ihrerseits biss sich ein ums andere Mal die Zähne an der sicher stehenden Berliner Verteidigung aus und am Ende des Spiels auch in den Staub. Der Ehrentreffer war reine Resultatkosmetik und das Spiel beendete die Truppe aus Debno nach einer roten Karte mit nur zwei Feldspielern. Die Berliner hingegen schaukelten die letzten zwei Minuten des Spiels mit traumwandlerischer Sicherheit nach Hause. Die Genugtuung in den Reihen der Berliner war nach diesem Sieg riesig.

Foto: Robert Böckmann 

Berlin Broilers – UHC Berlin 3:4

Gefühlte 15 Stunden und 324 Juniorenspiele später war es soweit: Das grosse Finale zwischen den zwei besten Mannschaften des Turniers stand an!

Die Broilers hatten sich vorgenommen, die Niederlage aus dem Startspiel vergessen zu machen und begannen das Spiel gut. Allerdings war es der UHC welcher mit zwei Toren davon ziehen konnten. Die Gelben steckten aber nicht auf, stürmten weiter und erzielten den Anschlusstreffer. Was folgte, war beinahe eine Kopie des Eröffnungsspiels: Die Broilers spielten gut, erarbeiteten sich Chancen und vergaben diese Reihenweise oder setzten den Ball an den Pfosten oder die Latte. Die Blauen ihrerseits zogen durch einen Doppelschlag von 1:2 auf 1:4 davon. Danach wankten die Broilers einige Minuten lang wie ein angezählter Boxer. Nach dieser Schreckphase, welche sie glücklicherweise ohne Gegentor überstanden, rafften sie sich aber nochmals auf und kamen bis auf ein Tor heran. Für die letzte Spielminute setzten die Broilers alles auf eine Karte: Sie ersetzten den Torhüter durch einen vierten Feldspieler und warfen alles nach vorne. Doch es sollte nicht sein. Die Broilers verloren das Finale gegen den Gastgeber UHC Berlin mit 3:4.

Es blieb ihnen nichts anderes übrig als anzuerkennen, dass mit dem UHC Berlin die beste Mannschaft des Turniers gewonnen hat, und dem Gegner zu einem verdienten Turniersieg zu gratulieren.

 Die Broilers haben ein ausgezeichnetes Turnier gezeigt. Sie haben gezeigt, dass sie ein schönes Unihockey spielen können, gegen gute Mannschaften mithalten können und dass in der kommenden Meisterschaft mit ihnen zu rechnen ist!

Foto: Robert Böckmann

Vorrunde

 

SG Berlin - UKS Arkady Debno 1 : 12

TSV Rangsdorf - Pommerhoc Greifswald 2 : 7

Berlin Broilers - UHC Berlin 3 : 4

SG Berlin - TSV Rangsdorf 3 : 2

UKS Arkady Debno - Pommerhoc Greifswald 3 : 2

UHC Berlin - TSV Rangsdorf 3 : 2

Berlin Broilers - Pommerhoc Greifswald 4 : 1

Berlin Broilers - TSV Rangsdorf 9 : 0

UKS Arkady Debno - UHC Berlin 2 : 6

UHC Berlin - SG Berlin 4 : 1

UKS Arkady Debno - TSV Rangsdorf 5 : 2

UHC Berlin - Pommerhoc Greifswald 4 : 2

SG Berlin - Pommerhoc Greifswald 1 : 8

UKS Arkady Debno - Berlin Broilers 4 : 3

Berlin Broilers - SG Berlin 5 : 1

 

Tabelle

Sp. s u n Pkt. Tore Diff.

1 UHC Berlin 5 5 0 0 15 21 : 10 11

2 UKS Arkady Debno 5 4 0 1 12 26 : 14 12

3 Berlin Broilers 5 3 0 2 9 24 : 10 14

4 Pommerhoc Greifswald 5 2 0 3 6 20 : 14 6

5 SG Berlin 5 1 0 4 3 7 : 31 -24

6 TSV Rangsdorf 5 0 0 5 0 8 : 27 -19

 

Halbfinale 1: UHC Berlin - Pommerhoc Greifswald 2:1

Halbfinale 2: UKS Arkady Debno - Berlin Broilers 1:4

Spiel um Platz 3: Pommerhoc Greifswald - UKS Arkady Debno 2:4

Finale: UHC Berlin - Berlin Broilers 4:3

Foto: Robert Böckmann

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